False Memory
Deutschland e.V.

Wer wir sind

False Memory Deutschland e.V. wurde 2012 von Privatpersonen gegründet. Die Wurzeln des Vereins liegen im Arbeitskreis Induzierte Erinnerungen – einem fachübergreifenden Zusammenschluss, der sich im Rahmen des Vereins Schulterschluss bei Sektenbetroffenheit e.V. intensiv mit dem Phänomen falscher Erinnerungen befasste und den inhaltlichen Grundstein für die Vereinsgründung legte (2007-2012).

Viele unserer Mitglieder sind persönlich betroffen – als fälschlich Beschuldigte durch falsche Erinnerungen ihrer Kinder oder naher Angehöriger oder als Menschen, die selbst falsche Erinnerungen entwickelt und aufgearbeitet haben. Diese eigene Erfahrung ist ein wesentlicher Teil unserer Beratungsarbeit.

Gemäß unseren Leitsätzen arbeiten wir neutral und unabhängig.

False Memory Deutschland ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Alle Mitglieder und Mitarbeitenden arbeiten ehrenamtlich. Die Vereinsarbeit wird durch Mitgliederbeiträge und Spenden finanziert. Unterstützen Sie uns durch eine steuerlich begünstigte Spende. Wir werden zudem von der GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Bundesebene (§ 20h SGB V) gefördert.
Wenn Sie Mitglied bei FMD werden möchten, wenden Sie sich bitte an den Vorstand: kontakt@false-memory.de). 

Unser öffentliches Engagement
Wir setzen uns dafür ein, dass wissenschaftliche Erkenntnisse zu falschen Missbrauchserinnerungen dort ankommen, wo sie gebraucht werden: bei Betroffenen, Ermittlungsbehörden, Fachverbänden, Familiengerichten, Jugendämtern sowie bei Bundesfamilienministerium, Bundesjustizministerium und der Unabhängigen Bundesbeauftragten gegen sexuellen Missbrauch.

In dieser Funktion war False Memory Deutschland e.V. Teil des Round-Table „Patientensicherheit in der Psychotherapie", der im Jahr 2022 die Empfehlungen "Patientensicherheit und Nebenwirkungen in der Psychotherapie" veröffentlichte.

Unsere Angebote für Betroffene
Neben der telefonischen Beratung bieten wir auf Anfrage Familienkonferenzen oder Beratungstage in kleinen Gruppen von 2 bis 4 Fällen. Beides ist im Raum Essen oder online möglich. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Heide-Marie Cammans unter cammans@false-memory.de

Begegnungstreffen

Zweimal im Jahr veranstaltet False Memory Deutschland e.V. Begegnungstreffen für Betroffene und Angehörige. Diese sind nicht öffentlich und geben vor allem Gelegenheit zum persönlichen Erfahrungsaustausch.

Zu unseren Treffen laden wir regelmäßig Experten aus Forschung und Praxis ein. In Workshops und Seminaren referieren sie zu verschiedenen Themen rund um das Phänomen False Memory. Auf diese Weise integrieren wir fortlaufend neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Debatten in unsere Vereinsarbeit.

Unsere Herbstbegegnung 2026 wird vom 17.10.–18.10.2026 stattfinden. 

Frühjahrsbegegnung 2026
Dr. Holger Richter, Psychologe, Psychotherapeut und Buchautor, Dresden
"Jenseits der Diagnosen – sind wir alle krank?"

Marie (Pseudonym), Betroffene von Fehlerinnerungen
"Es gibt ein Zurück – mein Weg aus Fehlerinnerung und Fremdbestimmung"
Marie berichtete in ihrem Vortrag, wie sie über Therapien und einen Aufenthalt in einer Traumaklinik zu Fehlerinnerungen und zur Fehldiagnose einer Dissoziativen Identitätsstörung gelangte und wie es ihr gelang, sich davon zu lösen und in ein selbstbestimmtes Leben zurückzufinden.

Herbstbegegnung 2025
Dr. Phillipp Herzog
, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Psychologie der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau, approbierter Psychotherapeut (Verhaltenstherapie)
"Von hartnäckigen Mythen und unbequemen Wahrheiten über die Dissoziative Identitätsstörung"

Herbstbegegnung 2025
Dr. Michaela Sonnicksen, Rechtspsychologin und aussagepsychologische Sachverständige in Strafverfahren, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Sozial- und Rechtspsychologie der Universität Bonn und Dr. Anja Murmann, Rechtspsychologin, Universität Bonn
"Aussagepsychologische Begutachtung: Fragestellung, methodische Vorgehensweise, mögliche Ergebnisse und Fehlerquellen"

Frühjahrsbegegnung 2025
PD Dr. Larissa Wolkenstein, Psychologische Psychotherapeutin, Therapeutische Leiterin der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz und Traumaambulanz der Ludwig-Maximilians-Universität München
"Evidenzbasierte Traumatherapie und die Frage der Aussageglaubwürdigkeit – Neue Perspektiven auf die Wechselwirkung von Psychotherapie und Erinnerung"

Herbstbegegnung 2023
Prof. Dr. med. Frank Urbaniok, Psychiatrischer Gutachter, Psychotherapeut und Supervisor, Zürich/CH
"False Memories und Falschbeschuldigungen – eine fachliche Analyse abseits ideologischer Glaubenskämpfe"

Frühjahrsseminar 2023

Prof. Dr. Aileen Oeberst, Professorin für Sozialpsychologie, Universität Potsdam
"Sozialer Einfluss auf Erinnerungen. Über die Suggestion falscher Erinnerungen und deren Reversibilität"

Herbstbegegnung 2022
Prof. Dr. Henry Otgaar, Universität Maastricht/NL, Psychologie und Recht, Gedächtnisforschung
"What Science tells us about false and repressed memories" – Ergebnisse einer an der Universität Maastricht durchgeführten Studie zum Thema Falsche Erinnerungen, in deren Rahmen auch Mitglieder von False Memory Deutschland e.V. befragt wurden (online).