Dafür setzen wir uns ein
Opferschutz
Zu Falschbeschuldigungen wegen sexuellen Missbrauchs kann es kommen, wenn Personen, etwa in manipulativen Therapien, als vermeintliche Ursache für ihre Krise Missbrauchserinnerungen suggeriert werden.
Sind Sie als Angehörige oder Bezugsperson direkt oder indirekt von falschen Erinnerungen betroffen?
Werden Sie aufgrund falscher Erinnerungen zu Unrecht des sexuellen Missbrauchs beschuldigt oder wurden Sie sogar angezeigt?
Dann ist es wichtig, dass Sie besonnen reagieren. Wir vermitteln Austausch mit anderen Betroffenen. Zu unserem Netzwerk gehören auch Psychologen, Juristen und Gutachter, die Erfahrungen mit dem Thema falscher Missbrauchserinnerungen haben.
Beratung: vertraulich und kostenlos.
Patientensicherheit
Menschen, die sich in einer psychischen Krise befinden und Hilfe suchen, können – etwa in fehlerhaften Therapien, Heilpraktikerbehandlungen oder Familienaufstellungen, bei schamanischen Ritualen oder spirituellen Therapien – Schaden durch induzierte Erinnerungen nehmen.
False Memory Deutschland setzt sich für Sicherheit in der Psychotherapie ein. Wir fordern die Politik, Fachverbände und Aufsichtsbehörden auf, Forschungsergebnisse zum Thema Scheinerinnerungen nicht länger zu ignorieren und beim Thema Opferschutz die Opfer von fehlgeleiteten Therapien und die Geschädigten von falschen Missbrauchsbeschuldigungen mit einzubeziehen.
Sind bei Ihnen im Rahmen einer therapeutischen Maßnahme Erinnerungen an einen früheren sexuellen Missbrauch entstanden? Fühlen Sie sich gedrängt, sich eines sexuellen Missbrauchs zu erinnern, von dem Sie bisher nichts wussten? Haben Sie Zweifel an der Zuverlässigkeit Ihrer Erinnerung?
Berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen. Wir beraten Sie, auf Wunsch auch anonym!
Aufklärung
Das Phänomen induzierter (also von außen eingegebener) Erinnerungen ist in der psychologischen Forschung gut belegt.
In unserer Öffentlichkeitsarbeit setzen wir uns dafür ein, dass wissenschaftliche Erkenntnisse über das Zustandekommen falscher Missbrauchserinnerungen dort ankommen, wo sie dringend gebraucht werden: Bei Betroffenen, Ermittlungsbehörden, Fachverbänden, Beratungsstellen, Familiengerichten, Jugendämtern.
Dabei unterstützt uns seit Juni 2025 ein Wissenschaftlicher Beirat mit Experten aus den Bereichen Gedächtnisforschung, Psychiatrie, Psychologie und Rechtswissenschaft. Die Mitglieder des Gremiums verfügen über langjährige Erfahrung in Forschung oder klinischer Praxis, sind als Gutachter bei Gerichten tätig oder lehren an Universitäten.
Auf unseren Veranstaltungen bieten wir Gelegenheit zur Information und zum Austausch mit Betroffenen, aber auch Fachvorträge von Expertinnen und Experten aus der Forschung und Praxis.