Hier berichten zu Unrecht Beschuldigte und deren Angehörige ebenso wie von Scheinerinnerungen Betroffene von ihren Erfahrungen und vom Leid, das durch induzierte Erinnerungen ausgelöst wird – auf allen Seiten.
Alle Berichte sind zum Schutz der Betroffenen anonym.
Die Fakten in diesen Berichten können wir nicht überprüfen.
Erfahrungsberichte
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Das Urvertrauen in der Familie ist zerstört. Zweifel gegenüber dem Partner stellen sich ein: Könnten die Vorwürfe doch stimmen?
Ich weinte, bis ich zuhause war. Normalerweise hätte ich jetzt meine Mutter angerufen, aber ich traute mich nicht. Wenn die Behauptung von Frau S. stimmte, würde unsere Familie zerbrechen. Es kam mir so vor, als hätte ich keine Familie mehr.
Das Lesen der Ermittlungsakte war aufwühlend. Von Therapie zu Therapie kamen immer neue Anschuldigungen hinzu, bis ins Detail beschrieben – aus dem Mund unserer Tochter.
Jeden Zweifel, den ich bezüglich der Bilder äußerte, konterte diese Frau mit ihrer Expertise
In meiner Therapiegruppe in der Traumaklinik hatten alle eine DIS. Ich fühlte mich endlich verstanden.
Dass meine Liebe zu ihnen unzerstörbar ist, habe ich meinen Töchtern immer gesagt. Eine „normale“ Familie werden wir nicht wieder werden.
Als meine „Therapie“ endete, weil die Beratungsstelle des Bistums schloss, kamen die Zweifel hoch: Ich war nicht in einen Täterkult geboren, kein Opfer ritueller Gewalt, und auch die Diagnose Dissoziative Persönlichkeitsstörung („Multi") war falsch.
Dann erfuhren wir von einer zweiten Strafanzeige. Über 100 Seiten Protokoll mit abstrusen Erkenntnissen aus einer Traumatherapie. Unsere Tochter warf uns darin vor, ihre beiden Söhne zehn Jahre zuvor missbraucht zu haben.
Nachdem ich erkannt hatte, dass die Erinnerungen an rituellen Missbrauch falsch sind, habe ich mich gefragt: Was mache ich mit diesem Gedankenmüll, entstanden in einer Gedankenhölle, in die ich mich von der Therapeutin hatte schicken lassen?