Rituelle sexuelle Gewalt. Eine kritische Auseinandersetzung mit fragwürdigen empirischen Belegen für ein fragliches Phänomen
Andreas Mokros, Jonas Schemmel, André Körner, Aileen Oeberst, Roland Imhoff, Kristina Suchotzki, Verena Oberlader, Rainer Banse, Anja Kannegießer, Silvia Gubi-Kelm, Robert Lehmann und Renate Volbert | Psychologische Rundschau, April 2024
Im Zuge eines Projekts, das durch die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde, erstellte eine Hamburger Forschergruppe1 mehrere Veröffentlichungen, darunter eine Online-Umfrage an 165 selbst-definierten Betroffenen ("Organisierte und rituelle Gewalt in Deutschland. Kontexte der Gewalterfahrungen, psychische Folgen und die Versorgungssituation", Nick et al., Trauma & Gewalt, 2018; Bezahlartikel, doi-Link im pdf). Der vorliegende Beitrag setzt sich insbesondere mit der Ergebnisinterpretation der Studie kritisch auseinander.
Die Ergebnisse sämtlicher Studien aus dem von Fachverbänden vielfach kritisierten Forschungsprojekt sind in der Broschüre: "Sexueller Kindesmissbrauch in organisierten und rituellen Gewaltstrukturen" zusammengefasst. Die Aufarbeitungskommission und das Bundesfamilienministerium bieten diese als pdf-Download an (Stand 09/26).
1) Schröder, J., Nick, S., Behrendt, P., Kraus, A.-K., Richter-Appelt, H., & Briken, P. (2021)