Das Narrativ "Rituelle Gewalt". Verschwörungsmythen und toxische Beziehungen in Psychotherapie und Beratung
Jörg M. Fegert, Lea Frühauf, Jelena Gerke, Kim Magiera | Psychotherapie-Verlag 11/2026 (angekündigt)
Die Studie zeigt, wie das Narrativ "Rituelle Gewalt" in Therapien entstehen kann: Behandelnde vermuten hinter berichteten Kindheitstraumata noch Schlimmeres. Gestützt auf die Diagnose einer Dissoziativen Identitätsstörung beginnt dann eine Suche nach verborgener Gewalt durch mächtige Tätergruppen und »Mind Control«. Ausführlich widmet sich das Buch der Frage, wie Gedächtnis und Suggestion zusammenwirken, wenn in der Therapie nach vermeintlich nicht erinnerten Gewalterfahrungen gesucht wird. Interviews und Behandlungsdokumente zeigen, wie solche Annahmen Selbstbild, Beziehungen und Autonomie der Betroffenen beschädigen können. Das Buch nimmt Gewalterfahrungen ernst und skizziert, wie eine verantwortungsvolle Traumatherapie aussehen kann.


















